Active Sourcing

Wie Sie eine proaktive Talentsuche gestalten, um Fach- und Führungskräfte gezielt für sich zu gewinnen.
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Thomas Grynia

Founder and CEO

Aktualisiert am:
Lesedauer: 3 Minuten
Das Wichtigste in Kürze

Kennzahlen wie Response Rate, Conversion Rate, Time-to-Hire und Quality of Hire helfen dabei, den Erfolg der Active-Sourcing-Maßnahmen zu messen und kontinuierlich zu optimieren.

Active Sourcing Definition: Was hinter der proaktiven Talentsuche steckt und wie Sie sie erfolgreich umsetzen

Der Arbeitsmarkt hat sich in vielen Branchen grundlegend verändert. Qualifizierte Fach- und Führungskräfte können häufig zwischen mehreren Arbeitgebern wählen und sind nicht zwingend aktiv auf Jobsuche. Klassische Stellenanzeigen allein reichen deshalb oftmals nicht mehr aus, um geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu erreichen. Genau an diesem Punkt setzt Active Sourcing an.

Was bedeutet Active Sourcing?

Die Active Sourcing Definition beschreibt die gezielte und proaktive Suche nach potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Anders als beim klassischen Recruiting warten Unternehmen dabei nicht darauf, dass sich Bewerber auf eine ausgeschriebene Stelle melden. Stattdessen identifizieren Recruiter passende Kandidaten selbst und sprechen diese direkt an. Der Begriff Active Sourcing umfasst somit sämtliche Maßnahmen, mit denen Unternehmen eigenständig nach geeigneten Talenten suchen, Kontakt zu ihnen aufnehmen und langfristig Beziehungen zu interessanten Kandidaten aufbauen.

Besonders relevant ist Active Sourcing bei Positionen, für die nur wenige qualifizierte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind. Das betrifft auch Führungspositionen der Bau- und Immobilienbranche.Ein wesentlicher Unterschied zum klassischen Recruiting besteht darin, dass viele angesprochene Personen zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme gar nicht aktiv nach einer neuen Stelle suchen. Sie sind sogenannte passive Kandidaten. Durch eine attraktive und persönliche Ansprache können sie dennoch für einen beruflichen Wechsel gewonnen werden.

Was ist der Unterschied zwischen Active Sourcing und klassischem Recruiting?

Beim klassischen Recruiting veröffentlichen Unternehmen in der Regel eine Stellenanzeige und warten anschließend auf Bewerbungen. Dieses Vorgehen wird häufig als passives Recruiting bezeichnet. Beim Active Sourcing dreht sich der Prozess um: Das Unternehmen wird selbst aktiv.Recruiter suchen beispielsweise auf beruflichen Netzwerken, in Lebenslaufdatenbanken oder über persönliche Kontakte nach Kandidaten, deren Qualifikationen zur offenen Position passen.

Was ist der Unterschied zwischen Active Sourcing und Recruiting über einen Headhunter?

Active Sourcing und Headhunting werden häufig gleichgesetzt, unterscheiden sich jedoch vor allem hinsichtlich der Durchführung und des Einsatzbereichs. Beim Active Sourcing suchen Unternehmen in der Regel selbst aktiv nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten.

Die Recherche und Direktansprache erfolgt häufig durch interne Recruiter, HR- Mitarbeiter oder speziell geschulte Active Sourcer. Ein Headhunter ist dagegen üblicherweise ein externer Personalberater, der von einem Unternehmen gezielt mit der Suche und Ansprache geeigneter Fach- oder Führungskräfte beauftragt wird. Besonders häufig kommt Headhunting bei schwer zu besetzenden Schlüsselpositionen, spezialisierten Fachkräften sowie Management- und C- Level- Positionen zum Einsatz.

Ein weiterer Unterschied ist die strategische Ausrichtung. Active Sourcing kann dauerhaft betrieben werden, um Talentpools aufzubauen und frühzeitig Beziehungen zu potenziellen Bewerbern zu entwickeln. Headhunter werden dagegen meist mit einem konkreten Suchmandat für eine bestimmte Vakanz beauftragt.

Warum wird Active Sourcing immer wichtiger?

Viele Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, offene Stellen nicht oder nur mit erheblichem Aufwand besetzen zu können. Insbesondere qualifizierte Fachkräfte sind häufig bereits beschäftigt und haben keinen unmittelbaren Grund, aktiv nach einer neuen Position zu suchen.

Mit Active Sourcing können Unternehmen genau diese Personen erreichen. Die Methode ermöglicht es, den eigenen Kandidatenpool deutlich zu erweitern. Statt ausschließlich Personen anzusprechen, die gerade aktiv Bewerbungen verschicken, können auch wechselbereite Arbeitnehmer erreicht werden.

Gerade bei schwer zu besetzenden Positionen kann dies einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen. Hinzu kommt, dass eine frühzeitige Kontaktaufnahme den Aufbau langfristiger Beziehungen ermöglicht. Nicht jeder Kandidat ist unmittelbar wechselbereit. Besteht jedoch bereits ein Kontakt zum Unternehmen, kann sich zu einem späteren Zeitpunkt eine passende Gelegenheit ergeben.

Wie lässt sich der Erfolg von Active Sourcing messen?

Damit Active Sourcing langfristig optimiert werden kann, sollten Unternehmen geeignete Kennzahlen erfassen. So z.B. die folgenden:

  • Response Rate: Wie viele angeschriebene Kandidaten reagieren auf die Kontaktaufnahme?
  • Positive Response Rate:
    Wie viele Kandidaten zeigen grundsätzlich Interesse an einem Austausch
  • Conversion Rate:
    Wie viele angesprochene Personen werden tatsächlich zu Bewerbern oder nehmen an einem Interview teil?
  • Time- to- Hire:
    Wie viel Zeit vergeht von der Kandidatensuche bis zur erfolgreichen Stellenbesetzung?
  • Quality of Hire:
    Wie gut passen die eingestellten Kandidaten langfristig zur Position und zum Unternehmen?

 

Durch die Analyse dieser Kennzahlen können Unternehmen ihre Suchstrategien und Ansprachen kontinuierlich verbessern.

Active Sourcing als Bestandteil einer langfristigen Recruiting-Strategie

Active Sourcing sollte nicht ausschließlich eingesetzt werden, wenn eine besonders schwer zu besetzende Stelle kurzfristig vakant wird. Besonders erfolgreich ist die Methode, wenn Unternehmen kontinuierlich relevante Talente identifizieren und Beziehungen aufbauen. Dadurch entsteht langfristig ein Netzwerk potenzieller Kandidatinnen und Kandidaten. Kommt es zu einer neuen Vakanz, kann bereits auf bestehende Kontakte zurückgegriffen werden.

Dies kann die Besetzungsdauer reduzieren und die Abhängigkeit von eingehenden Bewerbungen deutlich verringern. Gleichzeitig lernen potenzielle Kandidaten das Unternehmen frühzeitig kennen. Ein professioneller und wertschätzender Kontakt kann deshalb auch das Employer Branding positiv beeinflussen.

Active Sourcing eröffnet Zugang zu einem größeren Talentmarkt

Die Active Sourcing Definition lässt sich auf einen einfachen Grundgedanken reduzieren:

Unternehmen warten nicht darauf, von geeigneten Kandidaten gefunden zu werden, sondern suchen selbst gezielt nach passenden Talenten. Damit entwickelt sich Recruiting von einem überwiegend reaktiven zu einem proaktiven Prozess. Gerade in Branchen mit Fachkräftemangel, wie z.B. der Bau- und Immobilienbranche, bietet Active Sourcing Unternehmen die Möglichkeit, auch jene Kandidaten zu erreichen, die aktuell nicht aktiv auf Jobsuche sind.

Entscheidend für den Erfolg sind dabei eine präzise Kandidaten Recherche, eine individuelle Ansprache und der langfristige Aufbau von Beziehungen. Unternehmen, die Active Sourcing als dauerhaften Bestandteil ihrer Recruiting- Strategie etablieren, können sich einen deutlich größeren Kandidatenmarkt erschließen und ihre Chancen erhöhen, qualifizierte Fach- und Führungskräfte nachhaltig für sich zu gewinnen.

Häufige Fragen zum Active Sourcing

Was ist Active Sourcing einfach erklärt?

Active Sourcing bedeutet, dass Unternehmen selbst aktiv nach geeigneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern suchen. Recruiter identifizieren passende Kandidaten und sprechen diese direkt an, anstatt ausschließlich auf eingehende Bewerbungen zu warten.

Welche Plattformen eignen sich für Active Sourcing?

Besonders häufig werden berufliche Netzwerke wie LinkedIn sowie Bewerberdatenbanken, Talentpools, Fachcommunities und persönliche Netzwerke genutzt.

Was ist das Ziel von Active Sourcing?

Das wichtigste Ziel besteht darin, den Kandidatenmarkt zu erweitern und auch Fachkräfte zu erreichen, die derzeit nicht aktiv nach einem neuen Arbeitsplatz suchen.

Was ist der Unterschied zwischen Recruiting und Active Sourcing?

Beim klassischen Recruiting bewerben sich Kandidaten auf offene Stellen. Beim Active Sourcing sucht das Unternehmen selbst nach geeigneten Kandidaten und nimmt aktiv Kontakt zu ihnen auf.

Für welche Unternehmen lohnt sich Active Sourcing?

Active Sourcing ist besonders für Unternehmen interessant, die regelmäßig Fach- oder Führungskräfte suchen, schwer zu besetzende Positionen haben oder in Branchen mit einem ausgeprägten Fachkräftemangel tätig sind.

(Quellen: indeed, hrworks)

Grynia Consulting Active Sourcing
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